Mittwoch, 14. August 2013

Sooooooooo viele Gedanken...

So, mein Urlaub ist schon wieder eine gute Woche vorbei und die Hitzewelle ist auch überstanden - dass es der liebe Wettergott aber auch immer maßlos übertreiben muss ... entweder "arschkalt" oder "sauheiß". Das erinnert mich wieder daran, dass ich den Herbst am liebsten mag; Ich kann mit Jenny spazieren gehen ohne dass wir schwitzen oder es uns die Zehen bzw Pfoten abfriert. Man kann auch gemütlich draußen werkeln und die Strick- oder Häkelnadeln schwingen. Die Natur sieht auch echt schön aus, mit dem vielen bunten Laub - ja, ich mag den Herbst...

Während des Urlaubs habe ich immer mehr mit dem Gedanken gespielt ein Gewerbe anzumelden, da ich doch immer wieder mal gefragt wurde, ob ich meine Sachen auch verkaufe. Hin und her überlegt kam ich dann zu dem Schluss, meinen Chef zu fragen - ich sitz ja schließlich an der Quelle beim Rechtsanwalt, hihi! Fazit: Eigentlich gar kein Problem - Gewerbeanmeldung ausgefüllt und mal abgeschickt... Heute stapfte ich dann mal zur WKO und holte mir noch ein Formular namens NEUFÖG ab, um die Gebühren der Anmeldung zu sparen. Ok, dann kanns also los gehen.....
Doch dann meinte die wirklich nette Dame dort, dass ich mit der Anmeldung meines Gewerbes automatisch in einer sogenannten "Innung" bei der Wirtschaftskammer drin bin und hierfür einen jährlichen Beitrag leisten muss, welcher gar nicht so gering ist. Des weiteren wird man automatisch bei der SVA der gew. Wirtschaft angemeldet - kann sich aber von der Pflichtversicherung befreien lassen (Umsatzgrenze). Jedoch bleibt die gesetzliche Unfallversicherung dieser besagten SVA der gew. Wirtschaft. Der Beitrag hierfür liegt bei knappe € 9,00 im Monat... Ach ja, beim Finanzamt sollte ich mich auch noch melden und eine "Betriebseröffnung" bekannt geben. Dann empfielt es sich doch (nicht wie in der Kleinunternehmerregelung drin steht!) eine ordentliche Buchhaltung zu führen. Denn muss man als Kleingewerbetreibende seine Umsätze bei der Einkommenssteuer exakt anführen, damit das liebe Finanzamt keine Probleme macht. So nebenbei wird bei diesem Schritt wiederum die SVA informiert, welche dann ebenso wieder die Angaben zur ursprünglichen Befreiung der Pflichtversicherung überprüft... Und wehe, ich bin/wäre drüber - dann schneits ordentliche Gebührenvorschreibungen ins Haus!
Phuuuu, alle Infos im Kopf und ziemlich viel Zettel-Zeugs unterm Arm stapfte ich zurück zum Auto, und während dieses kleinen Fußmarsches kamen schon die ersten Zweifel auf; Soll ich mir das wirklich antun? Ich meine, dass Vorhaben meiner Gewerbeanmeldung sollte doch nur dafür da sein, vielleicht das eine oder andere Stück mal zu verkaufen - und das legal, ohne das liebe FA zu beschei....
Dann kam außerdem noch die Überlegung dazu, wo ich denn meine Werkeleien überhaupt anbieten soll? Nach einigem googeln im Inet und Landungen auf einigen unterschiedlichen Foren kam im Endeffekt überall das selbe raus (Infos derjenigen, die es versucht haben): Es zahlt sich nicht aus! Hhhhhhmmm, das demotiviert mich doch schon sehr! Aber, wenn man mal ernsthaft drüber nachdenkt: Wer zahlt wirklich so viel, dass sich der Einkauf des Materials, die Stunden an Arbeit, die Überlegung der Verpackung und Versandkosten, die Fahrerei zur Post, etc. wirklich lohnt? Und wenn man zB bei DaWanda einen Shop eröffnet, kommen dann noch die Gebühren hinzu und die kurze Laufzeit der eingestellten Angebote. Nicht zu vergessen sind die (sorry) eeeeeeelends vielen Anbieter. Klar hat das seine Vorteile - wohl aber eher für die Käufer aufgrund der hohen Vielfalt! Als Verkäufer muss man sich wohl extra "reinhängen" um passende Texte zu erstellen, tolle Bilder zu machen, eine entsprechende Vielfalt zu bieten - hier noch die Individualisierung einzelner Stücke nicht zu vergessen! Irgendwie kommt hier immer mehr der Gedanke durch, Etwas verkaufen zu müssen - oder besser gesagt Vieles! Womit wir wieder beim Ausgangspunkt wären: Nur ein Hobby, mit dem man eventuell ein paar legale Euros reinbekommt.....!
Mann oh Mann, kann ich da nur sagen! Ich frag mich echt, ob ich meine Anmeldung nicht doch "zurückziehe" und lieber meine Werkeleien an Freunde, Verwandte, etc. verschenke und mich einfach freue, wenn die Wertschätzung der Arbeiten (und WIR wissen, wovon ich bei der Wertschätzung rede!) in Form von ein paar Euros in die Spardose kommen...

Nun seit Ihr Lieben auch endlich im Bilde warum ich doch schon länger nichts mehr von mir hören lassen hab - sooo viele Gedanken, Überlegungen, Planungen, etc. .... Entschuldigt die Vernachlässigung zwecks Kommentaren auf Euren Blogs - jedoch fleißig mitgelesen hab ich immer!

Ihr dürft natürlich ganz "frei Schnauze" Euren Senf hierzu abgeben - ich werde wohl über mein verlängertes Wochenende mal ganz in mich gehen und mir diesen Schritt nochmal ganz genau überlegen ....ja, eine Tendenz ist schon erkennbar ;)

Zum Abschluss meiner "Rede" zeig ich Euch hier noch 2 Taschen, die ich genäht habe und eventuell für den Shop geplant sind / geplant gewesen wären:

 
Hier eine lässige Handtasche für uns "große" Damen ...

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.....
und hier eine hübsche, nicht zu kindliche, Kinderhandtasche
für die "kleinen-großen" Damen!


Habt einen schönen Feiertag morgen und jetzt schon ein schönes Wochenende!

Kommentare:

  1. Hmm, ganz kurz und knapp - lass lieber die Finger weg davon, es bringtnichts als Ärger und am wenigsten Geld. Deine Überlegungen gehen schon in die richtige Richtung...
    Ich weiß genau, wovon ich rede, ich habs vor einiger Zeit mit der Perlerei versucht. Außer mir auf Märkten den Ar... abgefroren und nicht mal die Standgebühr reinbekommen, war nix. Einzelstücke kannst Du ja jederzeit bei Iibähh per Festpreis versuchen zu verkaufen. Mehr würde ich nie mehr machen, wie Du schon sagst, der Markt ist viel zu groß. Und - alle, die erst schreien, "au ja, mach das wir kaufen" - von denen hörste nie wieder was.
    Liebes Grüßle
    Froggie

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  2. Sehr schön deine Taschen!!! Gefällt mir!
    Übrigens ich bin ganz Froggle's Meinung.
    Liebe Noch Sommergrüße
    Ariane

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  3. Schließe mich den beiden Damen an; in unserem Lande wirst du eher bestraft denn belohnt in Sachen "Selbständigkeit", überhaupt in kleinem Rahmen (frage auch hier den RA Deines Vertrauens..). Und Du führst Deine Bedenken ohnehin derart stichhaltig und nachvollziehbar an, daß dem nichts mehr hinzuzufügen ist.

    Trotzdem weiter viel Freude mit der Handarbeit!

    Liebe Grüße

    Elena

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  4. Ich glaube, dass der Versuch sein eigenes Handwerk zu verkaufen sehr enttäuschend ist. Die Leute wollen nicht annähernd das zahlen, was die Sachen eigentlich wert sind.
    Aber vielleicht solltest du dich trotzdem nicht entmutigen lassen?!

    Alles Liebe nima

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  5. hej Nicole,
    es ist, wie schon viele vorher sagten, "viel Arbeit und wenig Lohn". Besser du bietest deine schönen Sachen in dawanda, in ravelry bzw. in Gruppen an, da hast du wahrscheinlich mehr Erfolg.
    Es gibt wirklich zu viele Anbieter und die Leute wollen nicht die Preise bezahlen, die die Handarbeit wert ist. Ich habe auch solche Erfahrungen gemacht und da verschenke ich lieber mal ein Teil an jemanden, der es wirklich zu schätzen weiß.
    lg Heike

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  6. Hallo Nicole,
    ich würde mir das auch noch zwei mal überlegen mit dem anmelden,ich würde dabei den Spass am Hobby verlieren und das wäre ja wirklich sehr schade drum!
    Die Taschen sehen klasse aus!
    GGLG Sonja

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